|
Ähnlichkeitsprinzip Hahnemann
formulierte das Ähnlichkeitsprinzip als wichtigste Grundannahme: „similia
similibus curentur - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. Ein
homöopathisches Arzneimittel sollte so ausgewählt werden, dass die
Inhaltsstoffe der Grundsubstanz unverdünnt an Gesunden ähnliche
Krankheitserscheinungen hervorrufen könnten wie die, an denen der Kranke
leidet. Hierzu ein
Beispiel: Nach Einnahme einer Zubereitung aus dem wilden Jasmin kommt es zu
Fieber und Abgeschlagenheit, also zu typischen Grippesymptomen. Dementsprechend
wird der wilde Jasmin (Gelsemium sempervirens) entweder allein oder häufig als
wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet. Dieses Wissen wird durch „homöopathische Arzneimittelprüfungen“ gewonnen. Dafür nehmen beispielsweise gesunde Menschen das zu prüfende Mittel ein, die Ausgangssubstanz oder die potenzierte Form der Arznei. Neu auftretende Symptome, wie die Ausbildung von Entzündungen, Veränderungen der Ausscheidungen oder vermehrtes Schwitzen werden genauestens beobachtet und protokolliert. Beachtet werden neben den körperlichen auch Veränderungen der Stimmung und der seelischen Befindlichkeit. Alle gewonnenen Erkenntnisse, die Gesamtheit der Symptome, bilden wie ein Mosaik das sog. Arzneimittelbild des homöopathischen Mittels. Hahnemanns
Homöopathie wurde von seinen Schülern seit dem 19. Jahrundert weiter
entwickelt. So dienen heute vermehrt Nebenwirkungen von Toxinen oder
Medikamenten als Grundlage der Verschreibung. Damit werden die Mittel von
Menschen getestet, die sich vergiften oder die Nebenwirkungen von Medikamenten
dokumentieren. Es gibt die
Einzelhomöopathie und die Komplexhomöopathie. Bei Ersterer würde bei der Grippe
nach sorgfältiger Anamnese und Repertorisation nur der wilde Jasmin zum Einsatz
kommen. In der Komplexhomöopathie ist der wilde Jasmin eines von verschiedenen
Mitteln, die verabreicht werden. Das
individuelle Behandlungskonzept der Homöopathie geht davon aus, dass jeder
Organismus anders auf Störungen der Gesundheit reagiert, persönliche Symptome
entwickelt und entsprechend geheilt werden muss. Deshalb können auch Details
zählen, aus der Kombination der Beschwerden wird die passende Arznei
ausgewählt. Es ist meine
Aufgabe aus der großen Palette den passenden Wirkstoff herauszusuchen,
der Ihren individuellen Beschwerden am besten zugeordnet werden kann.
Hierfür bedarf es einer detaillierten Kenntnis über die zur Verfügung stehenden
homöopathischen Substanzen.
|
|
Heilpraktikerin Annette Böhring
|