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CHINESISCHE
MEDIZIN
Die Chinesische
Medizin ist eine
jahrtausendealte, funktionierende
Medizinform, die eine Fülle von
Krankheiten behandeln kann. Als
legendärer Verfasser
einer Heil- und
Pflanzenkunde um 3700 v. Chr.
gilt der Kaiser Shennong. Um 2600
v. Chr., zur Zeit des Gelben
Kaisers Huangdi, wurde eine nach
ihm benannte Heilkunde
geschaffen. Die Blütezeit der
chinesischen Medizin begann in
der Zeit der Han-Dynastie (206 v.
Chr. bis 220 n. Chr.) Das
historische Quellenmaterial
altchinesischer Heilkunde und
traditioneller chinesischer
Medizin erstreckt sich über mehr
als drei Jahrtausende.
Der Therapieansatz
beruht auf den Prinzipien von Yin und Yang unter
Berücksichtigung der 5 Wandlungsphasen. Yin und Yang sind
keine Gegensätze sondern
finden ihre Bestimmung nur
in der Anerkennung und Förderung
des Anderen. Damit wohnt allem
Geschehen in der Natur und in der
Gesellschaft eine Spannung nach
Yin und Yang inne. Dies ist bereits im Yi
jing beschrieben, einem
weiteren Klassiker, die
lange vor dem Erscheinen von
Kufuzianismus und Daoismus veröffentlicht wurde.
Die Qi-Dynamik ist in einen
Kreislauf der 5 Wandlungsphasen
eingebunden, der nach dem Muster
von fünf Jahreszeiten verläuft.
Jeder Phase geht aus einem
vorherigen hervor und in den
nächsten über.
Der Mensch 人
ist eingebunden zwischen Himmel 天
und Erde 土.
Die Chinesische
Medizin sieht den Menschen als
energetisches Gefüge an und
nicht eine nur auf den Körper
bezogene Wissenschaft. Wenn der
Mensch gesund ist, fließt die Lebensenergie, in der
Chinesischen Medizin Qi genannt, in
Harmonie und die Funktionen der
Organe sind kräftig und
ungestört. Ein gestörter
Energiefluss ist für
Erkrankungen verantwortlich. Wird
der Energiefluss, z.B. durch
Kälte, Hitze, Feuchtigkeit,
Trockenheit, Wind, oder Emotionen
gestört oder gar blockiert,
können Krankheit und Schmerz
auftreten.
Grundsätzlich geht
es darum, Überflusserscheinungen zu reduzieren
und Mangelerscheinungen aufzufüllen.
Ziel ist eine Harmonisierung der
Strömungen und Wandlungen im
Organismus. Dies entsprach auch
den Vorstellungen der Konfuzianer
zur sozialen Ordnung.
Die Chinesische
Medizin bietet eine breite Diagnostik und Therapie. Zu
den von mir eingesetzten
therapeutischen
Verfahren zählen neben der
Therapie mit westlichen Pflanzen, die Akupunktur, Dao An Qiao, Qi Gong oder Ernährungstherapie. Gerne verordne ich
westliche Pflanzen in der
Chinesischen Medizin,
insbesondere als Tee. In der
Akupunktur setze ich in der Regel
Nadeln aus Stahl ein. Dao An Qiao
ist ein besonders sanftes
Verfahren und nicht nur bei
Kindern beliebt. Bei Qi Gong wird
unter Betätigung der
Vorstellungskraft, die sich auf
den Körper und dessen Umgebung
richtet, in langsamen und
fließenden Bewegungen der
Organismus beruhigt und belebt. Meine
Ausbildung zur Diätetik in der
Chinesischen Medizin unterstützt meine
Patienten, Ungleichgewichte im
Körper durch angepasste Ernährung zu beheben.
Bei mir steht der
ganze Mensch, sowohl Körper als
auch Psyche, im
Vordergrund.
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